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Business-Outfits und Dresscodes für Powerfrauen | Top-Designer wie Guido Maria Kretschmer, Eva Lutz (Minx & Sallie Sahne), Johanna Timmer (Yoek Fashion) und Anna Scholz im Interview. Exklusive Modestrecken mit Models in Größe 42 bis 52. Inspirierende Artikel für mehr Selbstsicherheit und die nötige Power am Arbeitsplatz.

INTRO Zeig mir deine

INTRO Zeig mir deine Kleidung und ich sag dir, wer du bist. Autorin: Ann-Christin Scharf Was zieh ich an, was zieh ich an? Damit man mich besser sehen kann. Als Rolf Zuckowski dieses bekannte Kinderlied schrieb, dachte er wohl nicht an Kleidung als Identitätsträger. Fakt bleibt, scheinbar oberflächliche Themen wie Mode oder Trends sind Indikatoren unserer Identität. Kleidung gehört zu den signifikantesten Faktoren, anhand derer soziale Bande geknüpft, erfahren und verstanden werden können. Sie gibt Auskunft über unsere soziale Rolle, zu wem wir uns zugehörig fühlen, welches Selbstbild wir haben und welche Überzeugungen wir vertreten. Die Wahl unserer Outfits lässt uns in der Menge verschwinden oder eben sichtbar werden. Mode, das Gegenwirken zweier Faktoren Allem voran steht der Wunsch des Einzelnen sich der Gesellschaft zugehörig zu fühlen. Das Imitieren von Modetrends dient der sozialen Angleichung und reduziert die persönliche Verantwortung. Wer als zeitgemäß und modern gesehen werden möchte, muss seine Kleiderwahl innerhalb eines festgelegten saisonalen Rahmens treffen, der wiederum zeitlich bedingtem Interesse und Geschmack unterliegt. So sehr man sich der Gruppe zugehörig fühlen will, so sehr weckt die Angleichung auch den Wunsch sich innerhalb dieses Mainstreams abzuheben. Ein angepasstes Outfit gewürzt mit etwas „persönlichem Touch“ hilft dabei nachweislich positiv von den Mitmenschen wahrgenommen zu werden Talk to Me Zwischen Sprache und Kleidung gibt es eine eindeutige Parallele. Beide verfügen über Zeichenfunktionen. Vergleichbar mit Mimik und Gestik, ermöglichen diese Zeichenfunktionen nonverbale Kommunikation. Selbst wenn sich der Träger bewusst sämtlichen Trends und Modestilen enthält, bietet er doch ungewollt eine Reihe an optischen Informationen, aus denen sein Gegenüber lesen kann. Denn wie der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawik feststellte: Man kann nicht nicht kommunizieren. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen bewusster und unbewusster Kommunikation. Bewusste Kommunikation wird von modischen Subkulturen - wie den Punks der 70er Jahre – aktiv eingesetzt, um sich mit unkonventioneller Kleiderwahl von der Masse abzuheben und zu protestieren. Unbewusste Kommunikation tritt ein, wenn jemand Dr. Marten-Stiefel mit einer Bomberjacke kombiniert und sich wundert, warum er auf der Straße misstrauische Blicke auf sich zieht. Aussenwirkung, die auch nach innen funktioniert Psychologen der Northwestern University in Evanston, USA haben herausgefunden, dass die Symbolik bestimmter Kleidung einen Einfluss auf die Psyche des Trägers hat. In einem Experiment wurden jeweils zwei Probanden-Gruppen identische weiße Labor-Mäntel gegeben. Einer Gruppe sagte man, der Mantel sei ein Arztkittel. Diese Probanden arbeiteten nachweislich konzentrierter, als die anderen. Der Träger kann also Eigenschaften verstärken, die er mit Kleidung bestimmter sozialer Rollen assoziiert. Ein klares Statement dafür, Outfits zu tragen, die einem das Gefühl vermitteln, die beste Version seiner selbst zu sein. 10 | PlusPerfekt Edition Business PlusPerfekt Edition Business | 11

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